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Fastnacht

Fastnacht wurde immer schon auch in den Vereinen gefeiert. Diese Einladung des Männer-Chors Sigmaringen zur Faschings-Aufführung am 20. Februar, dem Rosenmontag 1882, ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. 

 

Erstens ist von „Faschings“-Aufführung die Rede, wiewohl das närrische Treiben hier in Oberschwaben doch eigentlich Fastnacht heißt. Vielleicht spiegelt sich darin der Einfluß der überregional orientierten Hofgesellschaf des Fürstenhauses oder aber der preußischen Beamtenschaft in der Regierung der Hohenzollerischen Lande wieder. 

 

Und zweitens zeigt die Einladung die Rezeption der 1865 erschienenen Bildergeschichte „Max und Moritz“ des Norddeutschen Wilhelm Busch auch hier im fernen Süddeutschland.

 

 

 

 

 

 

1882-02-20 Einladung Manner-Chor S igmaringen Faschings-Aufführung.jpg

Weitere Porträts von Gustav Bregenzer im Heimatmuseum

 

Am 24. Februar 2023 kehrten drei weitere Bilder des Malers Gustav Bregenzer in dessen Heimat Sigmaringen zurück.

 

Georg Rothöler aus Landau und seine Schwester Ursel von der Heydt aus Alzey, beide in Sigmaringen geboren, übergaben die Bilder von drei ihrer Vorfahren an den Heimatverein.

 

 

 

 

 

 

Ursel von der Heydt, Georg Rothöler und August Danegger mit dem Bregenzer-Porträt Mathilde Henselmanns bei der Übergabe

 

Es handelt sich um Porträts des Ehepaars Albin und Mathilde Henselmann und ein Porträt von Albin Henselmanns Vater Ludwig Henselmann. Letzteres hat Gustav Bregenzer nachweislich eines Vermerks auf dem Revers 1896 gemalt. Die Gemälde waren bis zur Übergabe an den Heimatverein durchgängig im Familienbesitz

 

Die Henselmanns sind direkte Vorfahren der Geschwister Rothöler. Beide betonten, es sei der Wunsch ihres Vaters gewesen, daß die Bilder in die Heimat der Familie nach Sigmaringen zurückkehren. Daher hätten sie sich entschlossen, diese Familienporträts an Heimatverein und Heimatmuseum Sigmaringen zu übergeben.

 

Es ist geplant, die Bilder in die Dauerausstellung im 2. Obergeschoß des Heimatmuseums zu integrieren. Da die Provenienz und die Viten der Porträtierten bekannt sind, wird das eine Bereicherung sowohl der Sammlung von Gemälden Gustav Bregenzers als auch der Geschichte des Bürgertums in Sigmaringen im ausgehenden 19. Jahrhundert sein.

III. Aktuelles Übergabe Bregenzer-Bild.JPG
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